Nocebos und ihre Vermeidung

Können sich Menschen durch ihre Gedanken krank machen? Lassen sich Nocebo-Reize abwenden und negative Effekte vermeiden?

Menschen sind durch ihr Bewusstsein nicht nur in der Lage, sich selber zu heilen, sondern sie können sich über ihr Bewusstsein auch selber krankmachen bzw. Heilungs­prozesse behindern und sogar unmöglich machen. In der Forschung sind solche Effekte spätestens seit Anfang der 60er Jahre des letzten Jahrhunderts unter der Bezeichnung «Nocebo» bekannt. Unbeabsichtigte negative Suggestionen durch Therapeuten sind vermeidbar, wenn der Wirkmechanismus bekannt ist und unterbrochen wird. Wirksam werden Nocebo-Reize nämlich erst dann, wenn sie bei Patienten auf fruchtbaren Boden stossen, so dass zur Lösung des Nocebo-Problems Selbstkommunikation, Psychohygiene und Resilienzfaktoren eine grosse Rolle spielen. Eine Umwandlung von Nocebo-Reizen in Placebo-Effekte ist möglich durch eine wohlgeformte Kommunikation.

Lernziele

Sie

  • verstehen den Nocebo-Mechanismus
  • lernen die Bedingungen für das Gelingen von Nocebo-Effekten kennen
  • erhalten Wissen darüber, wie man Nocebo-Effekte vermeiden kann bzw. entsprechende Reize in einen Placebo-Effekt verwandeln kann

Voraussetzungen: Therapeutische Grundlagen

Anmeldung: Erforderlich, beschränkte Teilnehmerzahl

Dati

17.06.2020, Hochschule Luzern, Zentralstrasse 9, 6002 Luzern

Prezzo

290 CHF (inkl. Verpflegung). EGK-Therapeuten und EGK-Versicherte erhalten einen Rabatt von 20 Prozent.

Durata

1 Tag, 9.00 Uhr – 17.00 Uhr. Weiterbildungsstunden: 7 Stunden. Das Seminar erfüllt die Vorgaben des EMR-Reglements, der ASCA, der SPAK sowie der EGK-Therapeutenstelle.

Relatori

Dr. med. Marlen Schröder
Fachärztin für allgemein Medizin, Ausbildung in TCM, Ohr-Akupunktur und Neuraltherapie, Entspannungstherapie und imaginativer Körper-Psychotherapie

Prof. Dr. Hartmut Schröder
Professor der Sozialwissenschaften und Linguistik, Klangtherapeut, Hypnocoaching, Ernährungstherapeut, imaginative Körper-Psychotherapie

Iscrizione